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Als Frischmaterial brachte Herr Börner z.B. Fenchelporling und das „Judasohr” mit. Er adressierte auch die spannende Frage nach der Auswirkung des Klimawandels auf die Entwicklung der Pilz-Biotope. Wie wird sich z.B. die diesjährige Pilz-Saison nach der Trockenheit im letzten Jahr entwickeln? Lesen Sie hierzu den Artikel von Herrn Börner „Klimaveränderung und Pilz – Wie hängt beides zusammen?”:

 
  

 

Im Anschluss folgen nun für die Pilz-Fans vier kurze Baumpilz-Portraits mit ihrer gesundheitsfördernder Wirkung:

 

  1. Igelstachelbart (Hericium erinaceus)
  • Aussehen/Eigenschaften: rund, weißlich, komplett mit weichen Stacheln bedeckt, die in der Form an Stalaktiten erinnern; wächst auf älteren Baumstämmen (Eiche, Buche); enthält acht für den Menschen wichtige Aminosäuren, ist reich an Kalium und Polysacchariden und arm an Natrium
  • Anwendungsgebiete: Magenbeschwerden, Darmentzündung, Nervenerkrankungen
  • Geschmack und Zubereitung: ähnelt Geflügelfleisch, in Scheiben schneiden und als vegetarisches Schnitzel braten; als Pulverkapseln zu erwerben

 

  1. Klapperschwamm (Grifola frondosa)
    • Aussehen/Eigenschaften: graubraune, überlappende Einzelhüte; enthält Ergosterol (Vorstufe Vitamin D), verschiedene ungesättigte Fettsäuren, Polysaccharide; wächst zumeist am Fuße alter Eichen, seltener an Linden, Kastanien, Buchen (Achtung: in manchen Bundesländern wie Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten)
  • Anwendungsgebiete: Altersdiabetes, Osteoporose, Leberschutz, Blutdrucksenkung
  • Geschmack: mild, jung essbar; als Pulverkapseln zu erwerben


 

  1. Judasohr (Auricularia polytricha)
    • Aussehen/Eigenschaften: rotbrauner bis violett grauer, umgekehrt muschelförmiger Fruchtkörper (3-10 cm), wächst an toten oder absterbenden Ästen von Holunder, Weiden, Buchen und Robinien, vor allem im Frühjahr; reich an Kalium, Kalzium, enthält Eisen, Magnesium und Silizium, Vielzahl an sekundären Inhaltsstoffen, die gerinnungs- und entzündungshemmende Wirkung haben und die Lymphzellen beeinflussen bzw. freie Radikale fangen
  • Anwendungsgebiete: eitrige Geschwülste, erkältungsbedingter Durchfall, Hämorriden, Zahnschmerzen, Stimulierung des Immunsystems, Entzündungen von Haut und Schleimhäuten, vorbeugend gegen das Fortschreiten von Arteriosklerose, Thrombose, Verschlüssen der Adern, Regulierung des Blutfettspiegels
  • Geschmack und Zubereitung: mild, frische Exemplare können im Wok gegart werden

 

  1. Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)
  • Aussehen/Eigenschaften: gelb-rötlich mit einer Harzschicht; wächst an Totholz z. B. Eichen, Erlen, Birken, Buchen, Kirschbäumen (Achtung: in manchen Bundesländern, z.B. Rheinland-Pflalz steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten); enthalten Triterpene, Mineralstoffe (u. a. Zink, Mangan, Eisen)
  • Anwendungsgebiete: Asthma, Allergien, Blutdrucksenkung, Regulierung der Blutfettwerte, Schlaflosigkeit, Krankheiten von Magen und Zwölffingerdarm
  • Geschmack und Zubereitung: eignet sich nicht als Speisepilz, sondern nur getrocknet als Pulver oder Extrakte in Kapseln oder Tees angeboten. Getrockneten Pilz als Reishi-Öl oder Tinktur, in Suppen oder Sirup verwenden.

 

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